Hast du dich schon einmal gefragt, warum Lachen so ansteckend ist? Oder Gähnen? Wenn jemand so wirklich herzlich lacht, kann man sich dem kaum entziehen – und in diesem Falle ist es sogar sehr gut, dass wir uns emotional anstecken lassen.
Gehirnforscher haben herausgefunden, dass es in unseren Köpfen ein eigenes Neuronensystem gibt, das die Aufgabe hat, Verhalten und Emotionen des Gegenübers zu spiegeln. Eher durch Zufall ist man darauf gestoßen: Bei einem Affen wurde die Gehirntätigkeit beobachtet, die sich vollzieht, wenn er eine Erdnuss nimmt, knackt und frisst. Und mit großem Erstaunen wurde sichtbar, dass die gleiche Gehirnaktivität (in abgeschwächter Form) im Kopf des Affen abläuft, wenn er nicht selbst eine Erdnuss nimmt, knackt und frisst, sondern wenn er nur Beobachter ist. Das war höchst erstaunlich: Der Versuchsleiter nimmt sich eine Erdnuss, knackt sie, isst sie und beim Affen spielt sich das gleiche im Gehirn ab, so als ob er es selbst täte. Eine sensationelle Erkenntnis für die Forscher: die Spiegelneuronen waren entdeckt. Und damit auch ein Beleg dafür, warum wir uns emotional so leicht anstecken lassen. Ich habe das Spiegeln hier schon einmal angerissen.
Die Spiegelneuronen haben die Funktion, in unserem Gehirn das zu aktivieren, was auch bei meinem Gegenüber aktiv ist. Wenn also mein Gegenüber lacht, so erzeugen die Spiegelneuronen in mir auch ein Lachen. Wenn mein Gegenüber weint, so sorgen die Spiegelneuronen in mir auch für ein Weinen. Intuitiv wissen wir anscheinend Bescheid, dass dieses System wirkt.
Menschen haben übrigens unterschiedlich ausgeprägte Spiegelneuronensysteme. Manche mehr, manche weniger. Menschen mit sehr ausgeprägten Spiegelneuronen sind besonders empathiefähig (einfühlend) – sie lassen sich lustigerweise auch leichter beim Gähnen anstecken
Und Frauen haben – natürlich durchschnittlich betrachtet! – mehr Spiegelneuronen als Männer. Aber keine Sorge: Spiegelneuronen können trainiert werden!
Konkret heißt das, dass das Beobachten von positiver Emotion und dazugehörigem Verhalten (Lachen, Lächeln, Umarmung, Siegesszene…) in uns auch diese Emotion weckt. Umgekehrt gilt das gleiche: Die Beobachtung eines aggressiven Menschen aktiviert auch in uns Aggression. Ein Mensch, der immer nur schlecht drauf ist, birgt die Gefahr, auch uns damit anzustecken. Willst du das?
Du kannst dir bewusst machen, wie oft du dich von welcher Emotion anstecken lässt. Lass dich nicht allzu oft von negativen Emotionen anstecken, unterbrich den Kanal, damit deine Spiegelneuronen nichts zu spiegeln bekommen: schau nicht mehr hin, hör weg, etc.
Übrigens: Auch das Fernsehen aktiviert unsere Spiegelneuronen und hat ähnliche Wirkung wie das reale Leben: Bilder von Aggression lösen Aggression aus, Bilder von Freude aktivieren in uns freudige Stimmung – so, als wären wir selbst in der jeweiligen Situation. DU kannst also aktiv entscheiden, welchen Themen du dich aussetzt: Krieg, Gewalt und Frust – oder Lachen, Siegesszenen und Spaß.
DU hast die Wahl, was sich in deinem Kopf abspielt!
Ich wünsche deinen Spiegelneuronen von ganzem Herzen wunderbare Bilder zum Spiegeln - Urlaubsfreuden und Kinderlachen und Badespaß und und und…
Glückliche Grüße von Elisabeth @–>–
P.S.: Ein riesengroßes DANKESCHÖN an die Glücksfee Heidi Smolka für diese interessanten Erkenntnisse – wir lernen täglich!

P.P.S.: Ich schau mir auch nur mehr schöne Sachen im Fernsehen an
Denn ich habe gar kein Fernsehen, ich schaue DVD, und da kann ich wählen, was ich sehen möchte
Liebste Elisabeth,
*schmunzel*. Im Augenblick beschäftigen uns ja die gleichen Dinge. Das habe ich übrigens auch ganz intensiv mit Andrea
Zu Deinem Post:
Als ich vor einem Jahr angefangen habe, hier – wo ich bin – da liefen die Menschen tagtäglich mit ernsten Mienen in ihren Nadelstreifen umher, Du hörtest kein Lachen, nichts, ich saß wie in einem luftleeren Raum.
Dann habe ich mir gedacht: nö (das ist rheinländisch), so nicht. Wofür hast Du das alles gelernt und Dich mit den Dingen beschäftigt, wenn Du sie doch nicht anwendest?
Heute – nach einem Jahr – hat sich das Bild komplett gewandelt. Sie tragen zwar immer noch Nadelstreifen, aber sie lachen, schauen Dir offen ins Gesicht, haben immer ein freundliches Wort parat. Und da bin ich – ehrlich gesagt – ein bisschen stolz darauf.
Witzig dabei ist, dass ich jetzt das Gefühl bekomme, ich habe meine Aufgabe hier erfüllt.
Sonnengrüße aus dem Herzen,
Dori
Kommentar von Dori — 3. Juli 2008 @ 08:29
Du sonnige Dori, du, das hab ich auch vorhin grad bemerkt *lächel*
Schön, dass es Menschen wie dich gibt. Durch dich wird die Welt heller und bunter – danke dir dafür!
Ich weiß, dass du das kannst und du kannst darauf auch sehr stolz sein
Herz-lichst Elisabeth
Kommentar von Elisabeth — 3. Juli 2008 @ 08:50
Wo soll ich anfangen, meine Gedanken fliegen bei den Worten, die ich hier lese, liebe Elisabeth. Erstmal find ich es so schön, wie wir 3 (dori, Du und ich) uns ergänzen *freu-ganz-doll*. Das mit dem Spiegeln ist eine tolle Sache, man kann nämlich- wie Dori es gemacht hat- die Sache sozusagen in die Hand nehmen und andere Leute zum lächeln bringen. Ohne unbescheiden sein zu wollen, das klappt bei mir auch recht gut und ich merke, dass die Menschen anders drauf sind, wenn sie mit mir zusammen sind (natürlich nicht alle, es gibt da noch ein paar harte nüsse)
Bei Euch beiden muss ich schon lächeln, wenn ich an Euch denke, wenn ich Eure Profilfotos sehe und wenn ich Eure Beiträge lese!
Ich schaue auch keine (Schreckens-)Nachrichten mehr im Fernsehen, Zeitung lesen…mmh, nur meine geliebte Sonntagszeitung und da auch nur Kultur, Reisen, Trends. Ich schaue gezielt ein paar meiner Lieblingsserien und ab und zu mal nen netten Film. Statt vorm Fernseher sitz ich halt abends oft vorm Computer und lese meine eigene Auswahl von Blogs:-)
Herzensgrüsse an meine Sonnenschwestern, Andrea
Kommentar von andrea2007 — 3. Juli 2008 @ 11:41
Ich hab eine schöne Spiegel-Geschichte gefunden – vielleicht stelle ich sie morgen oder gleich rein!?
Ihr seid super, ihr Sonnenmädels *strahl*
Kommentar von Elisabeth — 3. Juli 2008 @ 14:54