Dadurch, dass in meinem Lebensfluss-Beitrag der Link zur Leseprobe (gleichnamiges Buch vom Schweizer Homöopathen Mohinder Singh Jus) nicht funktioniert hat, fühle ich mich verpflichtet
(und ich habe es Artur versprochen!), dir nun ein paar kleine Auszüge daraus zu liefern. Und da wir jetzt auch schon Sommer haben, schlage ich gleich das erste Kapitel zum Sommer auf und lese darin:
Das moderne Leben
Die Sonne kommt hervor nach langem Winterschlaf, die Wälder sind in ein grünes Gewand gekleidet. Bäume und Büsche blühen, Bienen und Schmetterlinge tanzen von Blume zu Blume. Vögel beginnen zu zwitschern vom frühen Morgen bis zum späten Abend, ja fast noch bis in die Nacht hinein. Alle diese Botschaften zeigen an, dass der Sommer da ist. Sommer ist der Botschafter des Lebens. Es ist faszinierend anzusehen, wie die Wärme des Sommers sich als Balsam für Pflanzen, Tiere und Menschen auswirkt. Überhaupt alles verändert sich, leuchtet und wächst.
Jede Art von Wetter ist gut, hat seine eigene Bedeutung und spielt seine eigene Rolle. Einige fühlen sich glücklicher, wenn es kalt und neblig ist, andere fühlen sich besser, wenn es sonnig und der Himmel blau ist. Einige mögen regnerisches Wetter nicht und ihre Schmerzen werden schlimmer bei feuchtem Wetter. Einige lieben den Herbst, andere sind deprimiert. Der Frühling, der gewöhnlich ein Zeichen der allmählichen Vorbereitung auf den Sommer darstellt, ist für viele eine kritische Zeit, der Heuschnupfen bricht aus, das Asthma verschlimmert sich.
Die Natur kann nicht beeinflusst werden. Sie bewegt sich nie so, wie wir es wünschen. Sie hat ihre eigene Weisheit, ihre eigenen Pläne. Wir Menschen sind ihre Geschöpfe, wir müssen ihrem Rhythmus und ihren Plänen folgen. Auch jetzt, wo vielen von uns das Erscheinen des Sommers willkomen ist, werden andere ihre Probleme damit haben.
Es ist eine Frage der eigenen Vorlieben ud Neigungen. Das moderne Leben wird immer komplexer. Die Leute haben mehr Stress und weniger Zeit, ihre Seele zu regenerieren.
Verglichen mit dem Leben vor einem Jahrhundert sollte man annehmen, dass die Menschen ein komfortableres Leben führen, sie haben Maschinen, Traktoren, Kühlschränke, Telefone, Autos, Flugzeuge usw. Aber anstatt uns leichter und glücklicher zu fühlen, fühlen wir uns elend und gestresst. Das Leben bewegt sich zu schnell für uns – oder bewegen wir uns zu schnell für das Leben?
Diese erhöhte Stressanfälligkeit ist das Ergebnis unserer geschwächten Lebenskraft. Es handelt sich um einen dynamischen Defekt. Er kann vererbt und von Generation zu Generation weitergegeben werden. Gier, Ego, Materialismus, Selbstsucht haben den Menschen ins Leere geführt.
