Wenn ein Kind mit Kritik lebt, lernt es zu verdammen.
Wenn ein Kind mit Feindseligkeit lebt, lernt es zu kämpfen.
Wenn ein Kind mit Herabsetzung lebt, lernt es schüchtern zu sein.
Wenn ein Kind mit Scham lebt, lernt es sich schuldig zu fühlen.
Wenn ein Kind mit Toleranz lebt, lernt es geduldig zu sein.
Wenn ein Kind mit Ermutigungen lebt, lernt es Vertrauen zu haben.
Wenn ein Kind mit Lob lebt, lernt es wertzuschätzen.
Wenn ein Kind mit Fairness lebt, lernt es Gerechtigkeit.
Wenn ein Kind mit Sicherheit lebt, lernt es Glauben zu haben.
Wenn ein Kind mit Bestätigung lebt, lernt es sich selbst zu mögen.
Wenn ein Kind mit Akzeptanz und Freundschaft lebt, lernt es Liebe in der Welt zu finden.
Autor unbekannt
Astraryllis hat mich in ihrem Kommentar zu meinem gestrigen Beitrag Zwölf Umarmungen pro Tag darauf gebracht, dir heute diese Zeilen zu schreiben.
Womit Kinder aufwachsen, was Kinder in ihrer Kindheit erleben, was sie zu sehen und zu hören bekommen, formt sie - auch und gerade fürs Leben. In der Kindheit manifestieren sich viele dramatische Glaubenssätze, die wir als Erwachsene zum Teil nur mehr schwer loswerden.
Wenn Kinder jedoch positive Erfahrungen machen, sind sie fähig, offen, voller Vertrauen und Liebe, auf die Menschen zu und ins Leben hinauszugehen. Auch das können wir als Erwachsene noch lernen. Wir können alles lernen, weil die Ressourcen in uns dazu vorhanden sind, alle.
Also, los! Auch wenn du in deiner Kindheit nicht oder kaum umarmt worden bist, heißt das nicht, dass du das nicht kannst oder dass du das selber nicht brauchst. Es tut einfach total gut – aber das weiß man nur, wenn man es ausprobiert hat ![]()
Eine herz-liche Umarmung von Elisabeth

Liebe Elisabeth,
natürlich hast Du wieder vollkommen Recht.
Kinder brauchen eine vertrauensvolle Umgebung, damit sie Vertrauen entwickeln können.
Dein heutiger Beitrag passt auch gut zu Norberts Veröffentlichung mit dem Titel: “Es ist nie zu spät.”
… nach meiner Ansicht sollten Kinder möglichst ein wenig von Allem kennen lernen: Wenn ein Kind ausschließlich eine positive und beschützte Umgebung erfährt, könnte es sich später überfordert fühlen, wenn es “in die Welt hinaus zieht”. Andere Menschen sind möglicherweise in ungünstigeren Umständen groß geworden und legen andere Verhalten an den Tag. Es ist sehr wichtig auch dafür passende Umgangsformen und Strategien zu entwickeln.
Sonnige Grüße aus dem wolkenverhangenen Isartal,
besser und besser,
Gaba
Kommentar von Gabaretha — 18. Juli 2008 @ 07:54
Liebe Elisabeth,
was für eine große – und schöne! – Verantwortung ist doch der Umgang mit Kindern. Sicher, man kann vieles falsch machen, und viele gängige Tipps zum Thema Erziehung sind doch irgendwie Modeerscheinungen und sehen in fünf Jahren schon wieder ganz anders aus…
Aber ich denke, wenn eine ordentliche Portion Liebe dabei ist, dann kann man eben auch vieles richtig machen. Und wie könnte man so ein kleines Menschlein nicht lieben, nicht das Beste für es wollen? Ich denke, wenn man es schafft, seinem Kind Liebe, Geborgenheit, Verständnis und Wertschätzung zu vermitteln und vorzuleben, dann gibt man ihm eine gute Ausrüstung mit auf den Lebensweg.
Und auch Gaba hat recht, denn ohne Frage gehört zum Bewältigen der Aufgaben, die das Leben einem stellt, auch der Umgang mit Grenzen und Konflikten dazu.
Ich jedenfalls bin jeden Tag aufs Neue fasziniert und neugierig auf das, was meine Tochter sieht, be-greift und lernt, und ich hoffe, dass wir es schaffen, ihr das richtige Rüstzeug mitzugeben – vor allem Liebe. Aber daran soll es bei mir nun wirklich nicht mangeln!
Danke wieder einmal für Deinen Text, der mich so zum Nachdenken anregt!
Liebe Grüße vom ebenfalls grauwolkigen Rhein!
Mareike
Kommentar von Sicht-Feld — 18. Juli 2008 @ 08:22
Fehler machen wir alle – dazu sind wir Menschen. Aber nur, wenn wir am Ende unseres Lebens ehrlich sagen können: ich habe versucht, das beste zu machen und ich habe aus Fehlern gelernt – nur dann war es richtig so.
karin
Kommentar von 1leben — 18. Juli 2008 @ 09:37
Meine liebe Elisabeth,
es ist sooooo schön, Kinder zu haben. Ich habe leider nur zwei, ich hätte gerne viel mehr gehabt, aber meine Lebensumstände haben dies nicht zugelassen.
Ich habe alle Etappen des Mutterseins in vollen Zügen genossen, einschließlich der Pubertät
Ob ich alles richtig gemacht habe, weiß ich nicht. Mit Sicherheit nicht. Aber ich habe so viel Liebe, Zuwendung, Aufmunterung, Unterstützung gegeben wie ich nur konnte. Die (Liebes)Beziehung, die ich heute zu meinem Kindern habe, ist die Belohnung und auch das Resultat.
Ich kann nicht verstehen, wie jemand einem schutzlosen Wesen Gewalt antun kann. So wie es gerade in den Medien wieder zu hören ist, sind Eltern, die ihr 5jähriges Kind verhungern! ließen, verurteilt worden. Das bewegt sich für mich außerhalb von jeglichem Vorstellungsvermögen.
Meine Kinder sind heute erwachsen,und ich weiß, wenn ich bald Enkelkinder haben werde, dass die genauso liebevoll durchs Leben begleitet werden.
Sonnige Grüße aus dem Herzen
Dori
Kommentar von Dori — 18. Juli 2008 @ 09:48
Ihr Lieben,
danke für eure Zeilen, welche die meinen noch ergänzen!
Liebe Gaba,
Und: Du hast recht, ich denke, dass eine gluckenhafte, nur beschützte Atmosphäre auch nicht gerade hilfreich ist für ein Kind, zu wachsen und zu lernen. Aber mit viel Liebe und Offenheit werden sich bestimmt gute Wege finden lassen.
genau, es ist nie zu spät
Liebe Mareike,
ich habe zwar selbst keine Kinder, aber ich kann mir nur zu gut vorstellen, welche Verantwortung Eltern übernehmen. Der richtige Weg zur Kindererziehung steht in keinem Buch, sondern in deinem Herzen. Was ist für welches Kind richtig? Und was ist falsch? Wer beurteilt das? Haben nicht auch unsere eigenen Eltern vieles von dem, was wir als “falsch” und “”das war nicht gut” einschätzen, mit einer guten Absicht dahinter gemacht?
Und sind das nicht alles Gelegenheiten für uns gewesen, zu lernen?
Liebe Karin,
genau, wir sind alle nur Menschen und dürfen Fehler machen – um daraus zu lernen, dann ist es gut
Und liebe Dori,
Bisher hat es nicht so sein wollen… Du hast alles richtig gemacht – denn dein Herz ist groß und ebenso deine Liebe! Du gibst viel und hast viel zu geben – du wirst es auch zurück bekommen und sicher noch viel, viel Freude mit deinen Kindern und mit deinen Enkelkindern haben!!!
wie recht du hast!!! Ich hätte so gerne Kinder, am liebsten auch ganz viele
Eine ganz besonders herz-liche Umarmung für euch alle!!!
Elisabeth
Kommentar von Elisabeth — 18. Juli 2008 @ 11:02
Liebe Elisabeth, genau deshalb kann ich nicht verstehen, wie manche Menschen in meinem Umfeld ihren Eltern Vorwürfe machen können, was sie alles falsch gemacht haben. Denn man tut doch als Eltern eigentlich immer das, wovon man denkt, dass es das Beste für die Kinder ist. Ich jedenfalls liebe es, Mutter zu sein und mein Kind auf dem Weg ins Leben zu begleiten, und ihr Wurzeln und Flügel gleichermaßen zu geben.
Liebe Dori, wie schön zu lesen, dass auch Dir das Muttersein so viel gibt und Du zu Deinen erwachsenen Kindern ein so inniges Verhältnis hast. Auch ich bin meinen Eltern, besonders meiner Mutter, sehr nah und wünsche mir eine ähnlich intensive Beziehung auch zu meiner Tochter, wenn sie eines Tages groß sein wird…
Aber Du hast recht, wie manche Menschen Kinder Böses antun können, das übersteigt all meine Vorstellungskraft. Wie falsch muss irgendetwas in diesen Menschen funktionieren, dass sie einem Kind (dem eigenen oder einem fremden) gegenüber nicht das Bedürfnis verspüren, es zu beschützen und ihm Gutes tun zu wollen! Ich bin jedes Mal völlig fassungslos, wenn ich wieder von einem solchen Fall erfahre – umso mehr, seit ich selber Mutter bin…
Ganz liebe Grüße an Euch beide! Mareike
Kommentar von Sicht-Feld — 18. Juli 2008 @ 12:34
Liebe Mareike,
danke für deine Zeilen – weißt du, vielleicht verstehen es diese Menschen nie. Wir können nur selbst immer wieder davon reden, wie es ist und wie es war. Dankbarkeit und Demut gegenüber allem zu empfinden, was deine Eltern für dich getan haben, auch wenn es dir nicht immer gut erschien – was tut es zur Sache, sie haben damals ihr Bestes gegeben, das, was in IHREN Augen das Richtige für dich war. Das, was dich damals vielleicht verletzt hat, damit kannst du dich versöhnen und ihnen verständnisvoll gegenüber treten und vergeben – sie sind DEINE Eltern und sie sind die Richtigen für DICH…
Eine herz-liche Umarmung von Elisabeth
Kommentar von Elisabeth — 18. Juli 2008 @ 14:39
Hallo Elisabeth,
ich freue mich, dass Du Dich von mir hast inspirieren lassen. So gut, wie Du es im obigen Beitrag tust, hätte ich es kaum ausdrücken können.
Liebe Grüße und
schön, dass es Dich gibt,
Astraryllis.
Kommentar von Astraryllis — 18. Juli 2008 @ 18:55
Du Liebe,
ja, du hast mich einfach auf den Gedanken gebracht, wie wichtig es gerade für Kinder ist, sie in den Arm zu nehmen und ihnen Liebe zu geben. Und damit hast du vollkommen recht! Auch wenn ich selbst keine Kinder habe, bin ich doch selbst auch mal Kind gewesen
Schön, dass es DICH gibt *lächel*
Danke dir, herz-lichst Elisabeth
Kommentar von Elisabeth — 18. Juli 2008 @ 19:05
Liebe Elisabeth,
Feindseligkeit und Herabsetzung sollten wir Kindern ersparen, wie wahr.
Mit Kritik sollten sie umzugehen gelernt haben.
Den Rest “besorgt” die Liebe.
Danke für diesen Beitrag.
Liebe Grüße,
Ulf
Kommentar von Ulf Runge — 18. Juli 2008 @ 22:15
Ja, lieber Ulf, wie wahr… Ohne die Liebe ist alles nichts…
Herz-lich Elisabeth
Kommentar von Elisabeth — 19. Juli 2008 @ 05:14